Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Krankenhausversorgung (KHVVG) und dem nun auf den Weg gebrachten Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) plant die Bundesregierung, die Anzahl der Krankenhausbetten und die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland zu verringern und gleichzeitig spezialisierte Versorgung stärker zu bündeln. Doch was bedeutet das für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen?
Die dsai warnt in ihrem Positionspapier zum Krankenhausreformgesetz eindringlich vor den Folgen des geplanten Krankenhausreformgesetzes (KHVG). Besonders die Streichung der Leistungsgruppen „Spezielle Kinder- und Jugendmedizin“ und „Spezielle Kinder- und Jugendchirurgie“ würde für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Immundefekten fatale Konsequenzen haben.
Weiterhin wurde ein Unterstützerschreiben verfasst, in dem sich die dsai vollumfänglich den Forderungen ihrer Netzwerkpartner wie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie e.V. (API) anschließt und eine Überarbeitung des KHVG in den zentralen Punkten fordert:
- Die spezialisierten Leistungsgruppen der Kinder- und Jugendmedizin beizubehalten,
- die Versorgungsrealität seltener Erkrankungen wie angeborener Immundefekte abzubilden,
- und langfristig eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe und kindgerechte Versorgung zu sichern.
Nur durch differenzierte Leistungsabbildung, passende Vergütungssysteme und die Sicherstellung qualifizierter Fachstrukturen kann eine zukunftsfähige Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenem Immundefekt gewährleistet werden.
Wir halten Sie zu Ergebnissen zum Thema weiterhin auf dem Laufenden.

