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Ärztefortbildungen
dsai e.V. Patientenorganisation
für angeborene Immundefekte

Mach den Immun-Check!

Symptome und Warnsignale

Die Warnsignale wurden primär für angeborene Immundefekte entwickelt. Die Anzeichen für einen erworbenen (sekundären) Immundefekt ähneln denen primärer Immundefekte und können daher als Verdachtsmoment herangezogen werden. 

 Im Unterschied zu immungesunden Menschen, sind die Infektionen bei Betroffenen - sowohl bei PID wie auch bei SID - weitaus auffälliger:

  • sie treten häufiger auf
  • sie dauern länger
  • sie verlaufen meist schwerer und komplizierter

Spätestens dann ist eine Vorstellung beim Arzt dringend erforderlich!

Es gibt häufige klinische Warnzeichen, welche beim frühzeitigen Erkennen von PID helfen und welche durch die S3-AWMF Leitlinie „Diagnostik auf Vorliegen eines primären Immundefektes (PID)“ als Merkakronyme ELVIS und GARFIELD bekannt sind.

ELVIS bezieht sich hierbei auf die pathologische Infektionsneigung, also das Auftreten häufiger, schwerwiegender oder ungewöhnlicher Infektionen (siehe Tabelle). Zusätzlich oder unabhängig von Infektionen können auch autoimmune, (auto)inflammatorische oder lymphoproliferative Manifestationen ein Hinweis für das Vorliegen eines Immundefekts sein (GARFIELD).

Die Familienanamnese kann wichtige Hinweise geben.

Verdachtsmomente können sein:

  • Wiederholte stationäre Aufenthalte wegen
  • sogenannter Major-Infektionen wie Pneumonien,
  • Meningitis, Osteomyelitis, Lymphknoten- und
  • Organabszessen,
  • Therapierefraktärität von Infektionen oder Autoimmunphänomenen bzw. einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung,
  • chronisch verlaufende Autoimmunzytopenien, eine Kombination aus Infekthäufung und/oder Zeichen der Immundysregulation.

Warnzeichen für primäre Immundefekte (PID):

E Erreger – untypisch?

 

G      Granulome – mit/ohne Erregernachweis

L Lokalisation – lokalisiert oder generalisiert?

A      Autoimmunität – Zytopenien? Mehrere Organe betroffen?

 

V Verlauf – zu lang? Kompliziert? Therapierefraktär?

RFI   Rezidivierende Fieberschübe – ohne Erregernachweis?

 

I Intensität – zu schwer?

E       Ekzem – schwere Atopiezeichen?

 

S Summe der Infektionen – zu häufig?

L       Lymphoproliferation – sichtbar, Splenomegalie?

 

 

D      Darmentzündung – Kolitis, therapierefraktär?

 

Mach den Immuncheck: 


Möglicherweise kann es Ihnen helfen, einige Warnsignale abzufragen. Sie alleine führen jedoch nicht alleine zur Diagnose "Immundefekt", da diese sehr schwer zu diagnostizieren sind. 

Weitere Infos finden Sie auf https://www.mach-den-immuncheck.de/

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