
Symptome und Warnsignale
Die Warnsignale wurden primär für angeborene Immundefekte entwickelt. Die Anzeichen für einen erworbenen (sekundären) Immundefekt ähneln denen primärer Immundefekte und können daher als Verdachtsmoment herangezogen werden.
Im Unterschied zu immungesunden Menschen, sind die Infektionen bei Betroffenen - sowohl bei PID wie auch bei SID - weitaus auffälliger:
Spätestens dann ist eine Vorstellung beim Arzt dringend erforderlich!
Es gibt häufige klinische Warnzeichen, welche beim frühzeitigen Erkennen von PID helfen und welche durch die S3-AWMF Leitlinie „Diagnostik auf Vorliegen eines primären Immundefektes (PID)“ als Merkakronyme ELVIS und GARFIELD bekannt sind.
ELVIS bezieht sich hierbei auf die pathologische Infektionsneigung, also das Auftreten häufiger, schwerwiegender oder ungewöhnlicher Infektionen (siehe Tabelle). Zusätzlich oder unabhängig von Infektionen können auch autoimmune, (auto)inflammatorische oder lymphoproliferative Manifestationen ein Hinweis für das Vorliegen eines Immundefekts sein (GARFIELD).
Die Familienanamnese kann wichtige Hinweise geben.
Verdachtsmomente können sein:
Warnzeichen für primäre Immundefekte (PID):
E Erreger – untypisch?
| G Granulome – mit/ohne Erregernachweis |
L Lokalisation – lokalisiert oder generalisiert? | A Autoimmunität – Zytopenien? Mehrere Organe betroffen?
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V Verlauf – zu lang? Kompliziert? Therapierefraktär? | RFI Rezidivierende Fieberschübe – ohne Erregernachweis?
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I Intensität – zu schwer? | E Ekzem – schwere Atopiezeichen?
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S Summe der Infektionen – zu häufig? | L Lymphoproliferation – sichtbar, Splenomegalie?
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| D Darmentzündung – Kolitis, therapierefraktär? |
Möglicherweise kann es Ihnen helfen, einige Warnsignale abzufragen. Sie alleine führen jedoch nicht alleine zur Diagnose "Immundefekt", da diese sehr schwer zu diagnostizieren sind.
Weitere Infos finden Sie auf https://www.mach-den-immuncheck.de/