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Ärztefortbildungen
dsai e.V. Patientenorganisation
für angeborene Immundefekte

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

1. Therapien angeborene Immundefekte / PID

Angeborene Immundefekte sind nicht heilbar. Aber eine entsprechende Therapie ermöglicht es den meisten Betroffenen mit einem Antikörpermangel jedoch, ein weitgehend normales Leben zu führen.

Substitution von Immunglobulinen 

Antikörper - auch Immunglobuline genannt - werden auf folgenden Wegen zugeführt, diese gelten auch im Fall von SID-Patient:innen :

1. Subkutane Injektion von Immunglobulinen (Immunglobulin-Therapie s.c.)

Die lebenswichtigen Antikörper werden direkt unter die Haut (= subkutan) gespritzt. Die subkutane Immunglobulintherapie kann der Patient in der Regel selbst zu Hause anwenden - was ihm zu einem großen Stück Lebensqualität verhilft. Detaillierte Informationen zu Therapiemöglichkeiten finden Sie in der Broschüre "Therapiemöglichkeiten mit Immunglobulinen"

2. Intravenöse Injektion von Immunglobulinen (Immunglobulin-Therapie i.v)

Hierbei erfolgt die regelmäßige Gabe von Antikörpern über die Vene; Patienten müssen dafür regelmäßig  eine entsprechende Immundefekt-Ambulanz zur Verabreichung der intravenösen Immunglobulintherapie aufsuchen.

Knochenmarktransplantation

Nur in besonders schweren Fällen erhalten Patienten eine Knochenmarktransplantation.

Medikamente nach Krankheitsbild 
 

Für unterschiedliche Krankheitsbilder stehend auch zunehmend weitere Medikamente zur Verfügung. Informationen dazu erhalten Sie bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

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Zur Bestellung (kostenfrei)

 

Für bereits diagnostizierte Patienten gibt es PID-Schulungen:

Patientenschulungen haben das Ziel, die Patienten zu bestärken, ihre Probleme, die die Erkrankungen im Alltag mit sich bringen, selbständig und selbstbewusst zu bewältigen. Hier lernen Sie alles rund um die Immunglobulintherapie, z. B. wie Sie sich oder Ihrem Kind zu Hause die Immunglobuline für die Immunglobulintherapie subkutan verabreichen und viele wichtige Informationen für Ihren Alltag. 

Mehr dazu erfahren Sie unter www.pid-schulung.de

Eintauchen in das Immunsystem - mit der PID (primäre Immundefekte)-Schulung -
Dr. Maria Faßhauer, Zertifizierte PID-Trainerin und Vorsitzende PID Schulung e. V. - Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum St. Georg, Leipzig

2. Therapien erworbene / sekundäre Immundefekte (SID)

Die Therapie richtet sich bei sekundären Immundefekten nach der zugrunde liegenden Ursache. Ist das Immunsystem dauerhaft geschwächt, können folgende Maßnahmen ergriffen werden: 

  • Substitutionstherapie: Regelmäßige Gabe von Immunglobulinen (IG), entweder intravenös (IVIG) oder subkutan (SCIG), um den Antikörpermangel auszugleichen
  • Prophylaxe: Vorbeugende Einnahme von Antibiotika oder Virostatika, um schwere opportunistische Infektionen zu verhindern
  • Vorsicht bei Impfungen: Lebendimpfstoffe sind bei ausgeprägter erworbener Immundefizienz grundsätzlich kontraindiziert und sollten nur nach strenger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen


Informationen dazu erhalten Sie bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. 

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