Angeborene Immundefekte

Angeborene Immundefekte sind nicht ansteckend.
Die Mehrzahl der Defekte wird vererbt.

Der menschliche Organismus ist mit einem ausgefeilten Verteidigungsmechanismus, dem Immunsystem, ausgestattet. Es erstaunt nicht, dass dieses hochkomplizierte System, in dem sich viele Informationswege kreuzen, an den unterschiedlichsten Stellen defekt sein kann.

Angeborene Immundefekte zählen zu den Seltenen Erkrankungen und sind - der Name drückt es bereits aus - von Geburt an vorhanden (auch wenn sich Symptome teils erst später zeigen).
Mediziner sprechen von primären Immundefekten.

Bei betroffenen Patienten arbeitet das Immunsystem nicht richtig,
da ihnen Antikörper zur Abwehr von Bakterin, Viren, Pilzen usw. fehlen.
Sie können deshalb Infektionen nicht so effektiv bekämpfen wie gesunde Menschen.
Die Betroffenen leiden an häufig wiederkehrenden Infektionen,
z.B. der Atem- ode Harnwege, die zudem schwer verlaufen, lange dauern
und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können.

Mehr als 370 Krankheitsbilder sind bisher bekannt und genetisch definiert,
die Zahl steigt ununterbrochen an.

Warnzeichen für das Vorliegen eines Immundefekts

Eine Übersicht der häufigsten Immundefekte finden Sie hier

Es kann aber auch bei einem gesunden Organismus im Laufe der Zeit
z.B. durch virale Infektionen (HIV), Autoimmunerkrankungen oder Mangelernährung
ein Defekt entstehen.
Man spricht hier von einem erworbenen Immundefekt.