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6. Selbsthilfetag am Biggesee am 27. Juni 2009

Der Selbsthilfetag der Regionalgruppe Lahn-Sieg fand am 27. Juni wie im letzten Jahr im Segelclub am Biggesee statt. Herr Dr. Franke, Oberarzt am Marienkrankenhaus in Siegen war für diesen Veranstaltungsort verantwortlich und sowohl er als auch Regionalgruppenleiter Heinz Beecht freuten sich über die große Teilnehmerzahl. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von der Firma CSL Behring. Danke an dieser Stelle. An einem Informationstisch gaben uns die anwesenden Mitarbeiter gerne Auskunft zu Detailfragen über Medikamente. Wir wurden u.a. über die neuen Größen bei Vivaglobin informiert, es ist jetzt möglich, 5er, 10er oder 20er Milliliter-Ampullen zu bekommen.

Herr Dr. Franke konnte Frau Dr. Franczac, ebenfalls Oberärztin am  Marienkrankenhaus Siegen, für einen hervorragenden Vortrag über ihr Fachgebiet ( Magen und Darm ) gewinnen.  Wir haben hierbei weitere gute und weit reichende Informationen über die Auswirkungen unsere Erkrankung bekommen, denn   beim bestehenden Antikörper-Mangelsyndrom kann  sich dies sehr negativ auf den Magen- und Darmtrakt auswirken. Ein gut funktionierendes Magen- und Darmsystem ist  wichtig. Einmal im Jahr sollten entsprechende Untersuchungen vorgenommen werden, Frau Dr. Franczac steht gerne zur Verfügung. Herr Dr. Franke wird dann ein entsprechendes Konsil anstreben.

Anschließend sprach eine Ernährungsberaterin/Diät-Assistentin des Marienkrankenhauses Siegen, Frau Dehnert, über die wichtigsten Ernährungsregeln. Auf jeden Fall ist auch beim Antikörper-Mangelsyndrom auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung  zu achten. Viel Gemüse und  Obst ? mind. fünfmal am Tag, mäßiger Fleischgenuss, möglichst keine Fertigkost, alles sollte frisch zubereitet sein.  Frau Dehnert war anstehenden Fragen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Ebenso  müssen wir natürlich Herrn Meuser von der Firma OMT erwähnen. Auch von ihm gab es gute Informationen über das Handling der in jede Hosentasche passenden Pumpe bei  subkutaner Behandlung. Allerdings war sein Informationstisch stark frequentiert und man musste Geduld aufbringen, um zu ihm vorzudringen.

Nachdem wir also über gesundes Essen bestens informiert waren, wurde uns ein ebensolches als Mittagsbuffet serviert.  Viel knackiger Salat mit Dressing,  gesundes Gemüse, Geflügelfleisch und, und, und ?!!  Der Andrang war groß, aber es war für alle gesorgt.

Nach dem Essen war Gelegenheit, diverse Fragen an die Experten der Firma Behring, die anwesenden Ärzte und die Ernährungsberaterin zu stellen sowie Informationen untereinander auszutauschen. Dazu standen uns ca. 1 ½ Stunden zur Verfügung. Nachdem sich Herr Dr. Franke und Herr Beecht bei allen Anwesenden für ihr Erscheinen bedankt hatten und das obligatorische Gruppenfoto aufgenommen worden war, stand die Besichtigung der Atta-Höhle in Attendorn auf dem Programm.

Im Konvoi machten wir uns dann auf den Weg und kamen noch rechtzeitig zur letzten Besichtigung des Tages. Aus  dem Einladungs-Schreiben zum Patienten-Tag wussten wir, dass es in der Höhle kalt und feucht ist und waren entsprechend vorbereitet. Die Höhle ist ein Kalkstein-Paradies im südlichen Sauerland - einfach faszinierend!! Wir stiegen ca. 100 m nach unten durch Zugangsstollen mit Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagmaten, die alle mehrere Millionen Jahre alt sind. Eigentümlich anzuschauen waren die sehr vielen Sinterfahnen, die von Eisenoxiden gefärbt sind und durch ihre farbliche Schönheit bestechen. Die Höhle ist gut ausgeleuchtet und die Führung den etwa ½ km lang langen Rundweg entlang dauerte etwa 1 Stunde. Es war zwar kalt, aber die Luft zum Atmen war sooo gut. Ganz schön anstrengend war es, aber es hat sich gelohnt.
Wie klein und jung wir doch in dieser uralten riesigen Höhle waren !!!

Gegen 16.30 Uhr traten alle die Heimfahrt an.

Wir freuen uns schon auf das Treffen im nächsten Jahr, dann vielleicht im schönen Hessen-Land.

Ein herzliches Dankeschön an die Initiatoren für die Vorbereitung und die Gestaltung des Tages, da sie uns durch ihren freiwilligen Einsatz einen schönen Tag bescherten.



Sigrid Otto

Bottrop, im Juli 2009



Bildquelle: Rüdiger Otto






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